Zusammen mit den Eisenacher Künstlern Hardy Raub, Peter Schäfer und Volker Hedwig arbeiteten Beschäftigte aus Werkstätten der Diako DVE gem GmbH mit Schülern des Diakonischen Bildungsinstitutes vom 21. – 15. Juni an Skulpturen aus Holz und Metall.
Die Arbeit stand unter dem Thema des konziliaren Prozesses „ Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“. Ein brandaktuelles Thema im Angesicht der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko , des Klimawandels und der ständigen Berohung durch Terror und Krieg , Verletzungen der Menschenrechte, Hunger und Armut in grossen Teilen der Welt ! Dietrich Bonhoeffer forderte 1934 in Dänemark eine weltweite ökumenische Friedensversammlung und gab damit den Anstoß für den konziliaren Prozess. Das Diakonische Bildungsinstut Johannes Falk möchte mit seinen Angeboten in Aus- , Fort - und Weiterbildung und integrativer Erwachsenenbildung auch das Bewusstsein für dieses lebenswichtige Thema sensibilisieren und durch öffentliche Projekte und Aktionen kommunizieren.
In dieser Woche arbeiteten Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Heilerziehungspflegern , Erziehern und Sozialassistenen, die gerade ihre Ausbildung im Diakonischen Bildungsinstitut absolvieren bzw. beendet haben unter der Anleitung und Begleitung der Künstler Hardy Raub ( Holzbildhauer ), Peter Schäfer (Metallgestalter ) und Volker Hedwig ( Maler und Grafiker ) . Sie setzten sich inhaltlich mit dem Thema auseinander , entwickelten Ideen und gestalteten Skulpturen aus Holz und Metallinstallationen. Dabei fand jeder seinen Platz und es entwickelte sich eine gute Beziehungskultur untereinander. Die Woche war gefüllt mit wertvollen Erfahrungen und Erlebnissen und auch mit dem Erstaunen über die eigenen Fähigkeiten...Charlotte Gärtner ( Bachelor of Arts Germanistik und Philosophie) begleitete das Projekt und erstellt eine Dokumentation mit Fotos und Texten.
Eine Skulptur besteht aus 3 Teilen eines Baumstammes, die nahe beieinander stehen und in ihrer Mitte eine Metallkugel tragen, in der sich der Betrachter spiegelt. Ein schönes Sinnbild : Frieden, Gerechtigkeit , Bewahrung der Schöpfung als drei gleichwertige Elemente eines Ganzen, die unsere Welt als Lebensort tragen und für die jeder Einzelne verantwortlich ist.
Eine Metallinstallation zeigt eine überlebensgroße Frau , die in einem Arm Menschen und Tiere hält und mit dem anderen Arm nach oben weist – eine Mahnung an uns alle, das Leben in seiner ganzen Vielfalt zu schützen und unsere kostbare Schöpfung zu bewahren. Zur Eröffnung des neuen Gebäudes am 24.9. wechselt sie gemäß des schönen Wortspiels EisenNachHolzdorf ihren Platz.
Die Skulpturen aus Holz haben ihren Platz schon gefunden HolzNachEisenach .
Die entstandenden Kunstwerke sollen die beiden Standorte des Diakonischen Bildungswerkes in Eisenach und Weimar – Holzdorf verbinden und laden zur Betrachtung ein ! Im nächsten Jahr wird es ein weiteres Kunstprojekt in Holzdorf geben.
Christine Baum
pädagogische Mitarbeiterin
Projektleitung


