BERICHTE AUS DEM FACHBEREICH

Jahresschwerpunkt 2011

Glaube und Bildung sind Geschwister

Im Geiste Luthers und nach dem Verständnis von Phillip Melanchton und Albert Schweizer ist Bildung die Voraussetzung für perönliche, kirchliche und gesellschaftliche Entwicklung. Es ist wieder an der Zeit, sich mit den Impulsen zu beschäftigen, die damals von der "Bildungsinitiative Reformation" ausgegangen waren, sagt Prälat Stephan Dogerloh, Beauftragter des Rates in Wittenberg zum Anliegen der Lutherdekade. Und "wer die Bibel lesen will, muss erst einmal lesen können. Und wer die Bibel nicht liest, kann sich an der Religion nicht reiben."

Luther's Anliegen war es, den Menschen durch Bildung die Möglichkeit zu geben, sich zu selbsständigen, freien, unabhängigen und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten zu entwickeln und Leben und Glauben selbstbewußt zu gestalten.

Kunstprojekt

"Viele Hände schaffen bunte Wände"

Eine Kooperation vom Diakonischen Bildungsinstitut Johannes Falk gem. GmbH mit dem Diako Diakonie-Verbung Eisenach gem. GmbH und dem Eisenacher Metallgestalter Peter Schäfer.

Vom 24.01.-28.01.2011 gestalteten die Beschäftigten der Kunstwerkstatt im Diako DVE unter Anleitung von Kerstin Neumann (Töpfermeisterin Kunstwerkstatt), Christine Baum (Dozentin DBI) und Peter Schäfer (Metallgestalter) eine Wand im EIngangsbereich zur Kantine und zum neuen Treppenaufgang zur Kunstwerkstatt, Musiktehrapie und Ergotherapie. Diese Wand lebt von Farben und Formen und ist in Anlehnung an die Arbeiten Friedensreich Hundertwasser gestaltet worden. Ein schönes Sinnbild ist hier entstanden das zum achtsamen Umgang miteinander und mit unserem Lebensraum Schöpfung aufruft. Die Menschen und die Natur mit ihrem Reichtum an Pflanzen und Tieren und wertvollen Ressourcen bilden eine Einheit und jedes Leben hat seinen Wert und Sinn und seinen ganz eigenen Platz in der Gesellschaft.

Jedes Element an der Wand könnte seine eigene Geschichte erzählen: da sind farbige Tonfliesen, die von einem anderen Projekt "übrig geblieben" waren-wurden nicht gebraucht, lagen verpackt im Karton und warteten auf sinnvolle Verwendung. Es gibt viele kleine Keramikteile, die als "Gebrauchtkunst" gedacht waren, aber aufgrund von "Fehlern" oder Schäden nicht mehr verkauft werden konnten. Und "auch Scherben können blü'n" (aus einem Lied von rosenstolz) - Scherben von Spiegeln und Tellern nehmen wichtige Plätze ein. Eine alte Teekanne prangt jetzt stolz an der Wand und bildet einen Blickfang für die Betrachter. Ein Baum aus Metall breitet schützend seine Äste aus, lädt zum Durchgang ein und bietet die Möglichkeit Jacken und Mäntel aufzuhängen.

Die Wand lockt zum Innehalten und Anschauen- es gibt eine Viezahl von Details zu entdecken und auch zum Nachdenken anregen. Vor allem soll sie allen Betrachtern Freude bereiten.

Christine Baum


Jahresschwerpunkt 2010

 Kultur ist Bildung - Bildung ist Kultur!

HELP - Projekt

 „Help“ steht nicht nur für einen Beatles Song...

 sondern für „Helfer mit elementarem LeistungsProfil“ (kurz HELP)

Toller Titel, doch was verbirgt sich dahinter?

HELP ist eine Fortbildung des Diakonischen Bildungsinstituts Johannes Falk, welche speziell auf die Bedürf-nisse von Menschen mit Beeinträchtigungen konzipiert und zugeschnitten wurde. Am 1. März 2010 startete die erste von zehn Blockwochen, welche von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als durchweg positiv bewertet wurde.

Die Qualifizierung „Helfer mit elementarem Leistungsprofil“ wird im Rahmen der Fort- und Weiterbildungsan-gebote der Bildung in beruflichen Bezügen des Diakonischen Bildungsinstitutes Johannes Falk für Men-schen mit Behinderung erstmalig angeboten und eröffnet den TeilnehmerInnen eine berufliche Perspektive in Einrichtungen der Altenhilfe, der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe.

Themenfelder wie „Wer soll das alles lernen?“, „Alles was Recht ist!“, „Keine Angst, ich helf´ Dir schon!“ oder „Ich weiß nicht, was Du meinst!“, u.a. werden in der einjährigen berufsbegleitenden Maßnahme theoreti-schen und praktische Inhalte sein.

Zielstellung dieser Fortbildung ist der Erwerb elementarer Fertigkeiten in sozialpflegerischen Berufsfeldern, womit sich anschließend die Chance auf eine ehrenamtliche Tätigkeit, aufbauende Ausbildungen oder auch auf eine berufliche Beschäftigung in diesem Bereich ergeben kann.

Wie die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung bekräftigt und fordert, hat jeder Mensch, ob mit oder ohne Behinderung, das Recht, frei zu entscheiden, wie seine berufliche und private Lebenssituation aussehen soll.

Um hier Alternativen zu ermöglichen und Menschen mit Behinderungen eine Möglichkeit beruflicher Per-spektiven auch in anderen Arbeitsfeldern zu eröffnen, bedarf es innovativer Unterstützungs- und Fortbil-dungsangebote. Die Intention an der Teilnahme der Fortbildung erfolgt aber nicht aus der Sicht der berufli-chen Weiterqualifizierung sondern ebenso durch Interesse und ehrenamtlichen Engagement.

Die Fortbildung erfolgt durch das Diakonische Bildungsinstitut Johannes Falk gem. GmbH und wurde durch einen Teilnehmer der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gem. GmbH initiiert.

Diese findet in den Räumlichkeiten des Diakonischen Bildungsinstitutes in der Außenstelle Weimar-Holzdorf statt. Der Standort bietet eine geeignete Lernumgebung sowie Möglichkeiten der Unterkunft für die Teilneh-merInnen.

Es ist nicht genug zu wissen – man muss es auch anwenden.

Es ist nicht genug zu wollen – man muss es auch tun.

Johann Wolfgang von Goethe

Pressemitteilung HELP-Projekt

 

Filmfestival in Eisenach

Vom 2.- 14.März fand im Capitol in Eisenach das Filmfestival ueberMacht- Kontrolle, Regeln, Selbstbestimmung statt. Es wurden zu diesem Thema verschiedene gesellschaftskritische Filme gezeigt, welche zum Nachdenken anregen über die Frage "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?"
Für jeden der Filme gab es sowohl bundesweite Filmpartner als auch regionale.

Der Film "Ihr Name ist Sabine" von Sandrine Bonnaire handelt von einer     jungen Frau mit Autismus. Es wird gezeigt wie damals die Situation in   Frankreich war ein Kind mit Behinderung großzuziehen, der Forschungsstand über Autismus und wie durch Medikamente ein Leben 
nahezu zerstört werden kann.

Filmpartner für dieses außergewöhnliche Werk waren das Diakonische  
Bildungsinstitut "Johannes Falk" und der Diakonie- Verbund Eisenach. 
Am Donnerstagvormittag fand eine Vorstellung für Schüler statt und am Abend die Vorstellung für die Öffentlichkeit. Beidesmal waren die Kinosäle voll. Herr Lein, Frau Hanisch, Frau Paschek und Frau Lotz sprachen einleitende Worte zu dem Film und boten danach die Möglichkeit zur Diskussion an. Zusätzlich gab es die Möglichkeit sich gemalte und gebastelte Werke von Autisten aus Eisenach anzusehen. Es war eine gelungene Veranstaltung.

Pressemitteilung Filmfestival ueberMacht


Jahresschwerpunkt 2009

Politik geht uns alle an

Podiumsdiskussion "Bildung und Politik"

„Politik geht uns alle an!“ Mit diesem Jahresschwerpunkt starteten wir in das Superwahljahr 2009. Es gibt verschiedene Wege der Politik zu begegnen - eine davon ist diese Podiumsdiskussion.

Am 27.04. diskutierten Schüler und Teilnehmer des DBI mit Politikern rund um das Thema "Bildung und Politik". Im Podium saßen:

Frau Lieske (Bürgermeisterin Dezernat II, Eisenach)
Herr Panse (Landtagsabgeordneter CDU, sozialpolitischer Sprecher)
Frau Dittmar (Referatsleiterin in der Landeszentrale für politische Bildung in Erfurt)
Frau Sojka (Landtagsabgeordnete Die Linke, bildungspolitische Sprecherin)
Frau Doht (Landtagsabgeordnete SPD)
Herr Janus (Bündnis 90/Die Grünen)
Herr Rudloff(FDP).

Wir danken den Politikern im Podium, allen Gästen und Organisatoren für diese gelungene Veranstaltung!

TLZ vom 29.04.09 "Prinzipien und Mehrheit">>>

"Besuch im Rathaus"

Unter dem Titel "Nachgefragt bei..." organisiert das DBI Diskussionsrunden
mit Politikern der Region. Dabei sollen aktuelle Themen mit regionalen   
Funktionsträgern besprochen werden.

Am 26.02.2009 hatten 9 Interessierte die Gelegenheit, den Oberbürgermeister der Stadt Eisenach zu treffen und mit im aktuelle Probleme der Stadt Eisenach und der Region zu diskutieren. Dabei wurde die zur Zeit brisante Lage des Opel-Werks ebenso thematisiert, wie die behindertengerechten Gestaltung der Innenstadt. Wir danken Herrn Doht für das offene Gespräch.

Pressebericht TLZ 07.03.09 >>>

Oberbürgermeister Doht


"Wir fragen den Minister..."

 

Start der PERSÖNLICHkeiten-Tour - Minister Zeh empfängt das Diakonische Bildungsinstitut zum Gespräch in der Staatskanzlei.

14.01.2009

Die PERSÖNLICHkeiten-Tour des Integrativen Erwachsenenbildungsbereiches startete mit einem Besuch der Staatskanzlei in Erfurt, dem Sitz des Thüringer Ministerpräsidenten. Dort empfing uns Dr. Klaus Zeh, der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei.

Bei einer Führung durch das Gebäude erfuhren wir viel über diesen historischen Standort. Vor uns waren hier bereits so prominiente Persönlichkeiten, wie Goethe und Napoleon zu Gast. Neben dem Barocksaal des Hauses erforschten wir die Kellergewölbe, bestaunten die verschiedenen Salons und die Freitreppe im Eingangsbereich.

Anschließend stellt sich Minister Zeh unseren vielfältigen Fragen. Im Gespräch diskutierte man zum Beispiel die im kommenden Jahr anstehenden Wahlen, die mitunter schwierige Auftragslage der WfbMs und  Fragen der Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderung. Daneben interessierten sich die TeilnehmerInnen aber auch für ganz persönliche Dinge, besonders für den Arbeitsalltag des Politikers.

Dieser Tag war ein gelungener Auftakt unserer PERSÖNLICHkeiten-Tour, während der wir noch viele weitere berühmte und/oder verdiente Persönlichkeiten Thüringens aus Bereichen wie Politik, Sport, Kultur und Kirche persönlich kennenlernen möchten.

Im Gespräch mit dem Minister


Radioprojektwoche „Zu Hause“

Vom 7. bis 11. September 2009 fand in Zusammenarbeit mit dem Wartburg- Radio 96.5 eine Radioprojektwoche zum Thema „zu Hause“ statt. Organisiert vom Diakonischen Bildungsinstitut Johannes Falk und der Dozentin Andrea Gudernatsch hatten acht Menschen mit Behinderung die Möglichkeit zu lernen wie man eine Radiosendung gestaltet und welche technischen Mittel dafür notwendig sind. Dies wurde den Teilnehmern anschaulich von der Medienpädagogin Franziska Klemm erklärt. Hingegen haben sie den Inhalt der Sendung selbst ausgearbeitet, dabei mussten sie sich überlegen, was sie den Zuhörern erzählen wollen. Dabei kam unter anderem eine Umfrage in der Karlstraße in Eisenach zustande, bei der die Menschen mit Behinderung Passanten zu ihrem zu Hause befragten. Mitte der Woche hatte die Gruppe die Möglichkeit an einem Fachtag teilzunehmen. Dieser fand unter dem Thema „Vom Heim nach Hause- Veränderungen wagen, Visionen  gestalten: Mittendrin ist näher dran“ in Olpe statt. Dortiger Veranstalter war das Sozialwerk St. Georg, wo die Gruppe herzlich willkommen geheißen wurde. Auch dort führten die Teilnehmer eine Umfrage durch und führten mit einer Expertin auf dem Gebiet Wohnen für Menschen mit Behinderung ein Interview. Die letzten Tage wurden dafür genutzt gehörtes auszuwerten und die Texte für die Sendung zu schreiben. Diese wurden dann in den Räumlichkeiten unter der Anleitung von Franziska Klemm eingesprochen und zu einer Sendung geschnitten. Das Ergebnis ist nicht nur im Radio zu hören, sondern bildet einen Teil der Grundlage für den Fachtag im kommenden Frühjahr vom Diakonischen Bildungsinstitut Johannes Falk zum gleichnamigen Thema „zu Hause“. Die Übertragungen im Wartburg- Radio 96.5 finden am Samstag den 26.9.2009 und Sonntag 27.9.2009 um jeweils 13:00 Uhr statt. Anhören lohnt sich.