Ein Herz-Brot für Elisabeth

- Ein Bericht von Falk Grosse (Schüler der S11b) -

Es war der 20. September 2007 in Erfurt. Der Weltkindertag wurde mit einem ökumenischern Fest auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs gefeiert. Mit dabei war die Klasse S11b der Sozialassistentenausbildung am DBI Johannes Falk (Ev.Fachschule). Wir wollten an diesem Tag mit den Kindern anlässlich des Elisabethjahres in Thüringen kleine Brote in Herzform backen. Dies hört sich einfacher an, als es in Wirklichkeit war. Doch schnell stellten wir fest, dass nur wir damit unsere Probleme hatten. Schon während der Anleitung zum Formen der Herzen gab es bei den Kindern die ersten Ergebnisse. Und so kam es auch dazu, dass unsere Klassenlehrerin Frau Bolduan mit dem Backen kaum nachkam.

Im Vorfeld hatten wir uns auf viele Kinder verschiedener Kindertagesstätten in Thüringen eingestellt. Unsere Erwartungen wurden schnell übertroffen. Sehr viele Kindergruppen kamen zu dem Fest und damit auch zu unserem Stand, an welchem wir gespannt in unseren lila T-Shirts mit der Aufschrift „Diakonisches Bildungsinstitut Johannes Falk“ auf die ersten Kinderbäcker warteten. Mit bemehlten Händen und einem großen Teigklumpen auf dem Tisch konnte es los gehen.

Ein paar Wochen zuvor hatte sich unsere Klasse erst gebildet, und daher kannten wir uns kaum. Keiner von uns wusste, wie der Andere mit dieser Aufgabe zurechtkommen würde. Aber alles klappte wunderbar. Dies strahlten wir auch nach außen, so dass schon nach kurzer Zeit die Gruppen anstehen mussten.

Jedes Kind formte zwei Brote und konnte sich dann ein gebackenes Herz mitnehmen. Geduld war gefragt, denn gut Brot braucht seine Backzeit. Die Kinder waren aber alle so stolz auf das Geleistete, dass keine Unruhe aufkam.

Während der Großteil unserer Klasse den Kindern mit Rat und Mehl zur Seite stand, beteiligten sich ein paar von uns an der Bewirtung der Kinder. Sie teilten vor Ort gekochte Nudeln mit Tomatensoße aus. Auch keine leichte Aufgabe, aber alles lief zu der vollsten Zufriedenheit der Kinder.

Mit Staunen sahen wir also zu, wie einige Kinder uns sprichwörtlich etwas vorbackten, denn einigen war das Herz nicht genug und sie formten eine (Brot-) Rose für die heilige Elisabeth. So lernten auch wir an diesem Tag eine Menge über Geduld und Kreativität von den Kindern. Es hat uns allen Spaß gemacht, und die Kinder bedankten sich bei uns mit einem Lächeln, welches für uns Dank und Lob zugleich war.

So gingen wir an einem schönen, jungen und sonnigen Tag nach Hause und wussten, dass wir bereit waren für weitere solcher Aufgaben.