Der staatl. anerkannte Heilerziehungspfleger ist, neben anderen Ausbildungsberufen aus dem sozialpädagogischen Bereich, ein eigenständiger Ausbildungsberuf.
Heilerziehungspfleger sind sozialpädagogische Fachkräfte mit zusätzlichen pflegerischen Kompetenzen.
Heilerziehungspfleger begleiten, unterstützen und assistieren Menschen mit Handicap in ihren unterschiedlichen Lebensbereichen.
Typische Berufsfelder sind beispielsweise Einrichtungen der Behindertenhilfe, offene Wohnformen, Tagesstätten, Berufsbildungsstätten, integrative Kindertagesstätten oder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.
Das persönliche Budget für Menschen mit Behinderungen in der Praxis
Die Ausbildungsklasse HEP TZ 4 verschaffte sich im November 2008 einen Überblick über die aktuelle Umsetzung des Persönlichen Budgets für Menschen mit Behinderung. Die Ergebnisse dieser Recherche können Sie hier herunterladen.
Umgang mit Sterben und Tod
In der Heilerziehungspflege tritt das Thema von Sterben und Tod immer mehr in das Bewußtsein, denn die Menschen werden immer älter und damit wird der Heilerziehungspfleger mit dem Thema konfontiert. In einer fächerübergreifenden Zusammenarbeit in der Pädagogik und der Pflege wurden verschiedenste Facetten des angemessenen und professionellen Umgangs mit sterbenden Menschen, ihren Angehörigen und der Begleitung der Trauer und Erinnerungsarbeit erarbeitet. Den Abschluss bildete eine Exkursion in das Museum für Sepulkralkultur Kassel.
Das Projekt soll unter Beteiligung weiterer Fächer erweitert und fester Bestandteil in der HEP-Ausbildung werden.
Bericht von Kathrin Feiertag:
Im Rahmen der Heilerziehungspflegeausbildung steht auch ein Besuch im Museum für Sepulkralkultur in Kassel an. Dies ist eines von sieben Museen in Europa, das sich ausschließlich den Themen Sterben, Tod, Bestatten und Erinnern in unserer Gesellschaft widmet. Die Ausstellung umfasst die Geschichte des Friedhofs und des Grabmals, z.B. Särge, Leichenwagen, Trauerkleidung, Trauerschmuck und unterschiedliche Formen der Erinnerung.
Inhalte der Ausbildung
Die Inhalte der einzelnen Fächer werden in Kürze ergänzt.
Berufs- ,Rechts- und Staatskunde
Deutsch/Kommunikation
Englisch
Mathematik
Sozialmanagement
Anatomie/Physiologie
Heilerziehungspfleger brauchen keine Ärzte zu werden und sollen daher mehr ein Gefühl für anatomische Gegebenheiten und physiologische Vorgänge im menschlichen Körper entwickeln, statt detailreiche Kenntnisse anzuhäufen. In diesem Fach werden die Grundlagen gelegt, sich in die komplexen Abläufe des menschlichen Organismus einzufühlen. Da dieses Einfühlungsvermögen auf Sachkenntnis beruht, werden Gebiete wie Herz-Kreislauf-System; Atemsystem; Sinnesorgane oder Bewegungssystem behandelt und in Bezug zum eigenen Erleben und eigene Erfahrungen gestellt.
Arzneimitellehre
Berufsethische Grundfragen
Hauswirtschaft
Informatik
Kinder- und Jugendliteratur
Musikerziehung
Neurologie
Pädagogik mit Heilerziehungslehre
Pflege von Behinderten
Im Fach Pflege sollen die Auszubildenden lernen, sich pflegetheoretisches Wissen anzueignen und pflegepraktisches Können mit diesem Wissen verknüpfen zu können. Die Schüler lernen den Pflegebedarf von Menschen, die als behindert bezeichnet werden, zu erkennen, zu bewerten und die angemessenen pflegerischen Maßnahmen zu ergreifen. Dabei soll der Mensch mit Behinderung immer ganzheitlich, d.h. unter physischen, psychischen und sozialen Aspekten, wahrgenommen werden. Ausgerüstet mit dieser Handlungskompetenz sollen die Auszubildenden schließlich in der Lage sein, Menschen mit Behinderung zu begleiten und zu unterstützen, sie in ihrer Selbständigkeit zu fördern, wobei statt der defizitorientierten vielmehr die ressourcenorientierte und wertschätzende Einstellung und Haltung das pflegerische Handeln leiten soll.
Praxis- und Methodenlehre
Psychiatrie
Menschen mit psychischen Erkrankungen haben in den letzten Jahren als heilerzieherisches Arbeitsfeld an Bedeutung gewonnen. Das Erkennen wesentlicher Erscheinungsbilder von Veränderungen im Erleben, Empfinden und Verhalten vonMenschen mit psychischen Störungen sind Inhalt dieses Unterrichtsbereiches. Psychosen, Neuroselehre, Demenz, verschiedene Bilder der sog. "geistigen Behinderung" werden unter den Gesichtspunkten des möglichen heilerziehungspflegerisch, professionellen Umgangs mit den Klienten bearbeitet. Die notwendige Zusammenarbeit eines multiprofessionellen Teams, mit gezielter Beobachtung und kontinuierlichem Austausch der aktuellen Ergebnisse, wird als bedeutsam für die positive Entwicklung der Genesung des Klienten herausgearbeitet.
Psycholgoie
Spezielle Pathologie
Spiel
Sprachaufbau
Sport und Bewegungserziehung
Werken und Gestalten
Berufspraktische Ausbildung