Lernfeldübergreifende Projektwoche Schuljahr 2008/09
Auch in der lernfeldüberübergreifenden Projektwoche im Schuljahr 2008/09, welche vom 02.03. bis zum 05.03. 2009 statt fand, ging es um die Planung einer Ferienfreizeit für Kinder oder Jugendliche.
Die Schüler und Schülerinnen der E2 hatten die Aufgabe, sich intensiv mit der Zielgruppe der Freizeit, deren Bildungsinteressen und –bedürfnissen auseinander zu setzen, sowie ein geeignetes inhaltliches Konzept zu entwickeln und sämtliche damit verbundenen Managementaufgaben zu lösen. Die Ergebnisse sollten abschließend einem Publikum und der Presse präsentiert werden.
Gestartet wurde am Montag mit der Bestimmung der Teamleiter/innen. Dazu hatte jede/ Schüler/in die Aufgabe, mittels eines Fragebogens (optimale Teamzusammensetzung nach Belbin) seine/ihre persönlichen Stärken und Schwächen einzuschätzen. Anschließend wurden auf dieser Grundlage die Teamleiter/innen bestimmt. Spannend war, dass sich aus der Analyse ein anderes Bild ergab, als die Schülerinnen und Schüler der Klasse es angenommen hätten. Die Last der Verantwortung einer Teamleitung lag damit diesmal auf Schultern von Schülerinnen und Schülern, die sonst eher nicht eine derartige Initiative ergreifen würden.
Nun ging es an die konkrete Erarbeitung des Projektes. Die Teamleiter/-innen hatten die Verantwortung für den gesamten Arbeitsprozess. Sie mussten darauf achten, dass Termine eingehalten wurden, Absprachen untereinander stattfanden und letztendlich auch, dass jeder seine Aufgaben ordentlich macht: Die vielen Aufträge, die zu erledigen waren, konnten in den 4 Tagen nur bewältigt werden, wenn die Arbeitsteilung gut funktionierte.
In einer Simulation, die dem realen Leben jedoch ziemlich nahe kam, hatten die SchülerInnen die Möglichkeit, verschiedene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, sowie einen großen Zuwachs an Wissen zu erhalten. Diverse Seminare zu Themen wie „Erwerb von Leitungskompetenzen“, „Akquise von Fördergeldern“, „Erstellung eines Finanzierungsplanes“, „Sozialmanagement“ oder „ansprechende Gestaltung der Werbung für unser Projekt“ konnten von den Teammitgliedern besucht werden. Dem Teamleiter oblag die Aufgabe, die Seminarbesuche mit der Arbeit am Projekt zu verbinden, die zeitlichen Abläufe zu koordinieren, die Seminarteilnehmer zu bestimmen, sowie die Seminarinhalte an alle Teammitglieder weiter zu geben.
Auf den ersten Blick nicht ganz verständlich, aber ebenfalls sehr nah an der Realität war es für die SchülerInnen, sich für eine Beratungsstunde beim betreuenden Lehrer einen Termin holen zu müssen. Fragen, die während der Arbeit am Projekt entstanden, konnten erst in dieser angemeldeten Teamberatungsstunde geklärt werden. Das hatte den Effekt, dass die Antwort auf einige Fragen von den Teammitgliedern doch allein gefunden wurden und man sich genau überlegte, welche Fragen wirklich so wichtig waren, dass sie nur in der Teamberatungsstunde geklärt werden konnten.
Die Teams arbeiteten sehr engagiert und emsig: Da wurde per WLan im Internet nach einem passenden Freizeithaus gesucht, da quälte sich jemand mit einer Excel-Tabelle, um eine Kalkulation zu erstellen. Andere telefonierten mit Bus- und Veranstaltungsunternehmern, um sich Angebote in die Fachschule faxen zu lassen. Auch die Suche nach Sponsoren wurde sehr ernst genommen und war von großem Erfolg gekrönt. Alle nahmen die Aufgabe so ernst, dass diese Freizeiten im kommenden Sommer tatsächlich stattfinden könnten.
Die Präsentation der Projekte als krönender Abschluss der LÜP- Woche ließ nichts zu wünschen übrig. Die Schüler der Klasse S11b waren als Gäste und Kritiker geladen. Sie waren sehr beeindruckt und nahmen viele Ideen mit.
Folgende Freizeiten wurden vorgestellt
- eine Piratenfreizeit an der Ostsee
- ein Creativ Art Camp in Friedrichroda
- eine Reise ins Mittelalter in der Familienunität Siloah
- ein Angebot für starke Mädchen Friedrichroda
- eine Woche für Cineasten und angehende Filmstars oin der Nähe von Berlin
Die viele Mühe hat sich gelohnt. Auch wenn zwischendurch bei einigen der Mut sank, weil der Berg der Arbeit sich endlos auftürmte und schon darüber nachgedacht wurde, ob man nicht in der Schule übernachten solle, waren am Ende alle Teams zu Recht stolz auf ihre Leistungen und nehmen einen großen Schatz an Erfahrungen un Wissen mit in das bevorstehende Projektpraktikum.





