Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher
"Ich will Menschen bilden, die mit ihren Füßen in Gottes Erde, in die Natur eingewurzelt stehen, deren Haupt bis in den Himmel ragt, und in dem selben schauend liest, deren Herz beides, Erde und Himmel, das gestaltenreiche Leben der Erde und Natur und die Klarheit und den Frieden des Himmels, Gottes Erde und Gottes Himmel eint."
(Friedrich Fröbel, 1806)
Als evangelische Fachschule ist es unser Anliegen, das christliche Profil unserer Schule durch eine lebendige und kreative Gestaltung des schulischen Lebens und Lernens zum Ausdruck zu bringen.
In der dreijährigen Erzieherausbildung erwartet Sie eine starke Verbindung zwischen Theorie und Praxis. Phasen des schulischen Lernens wechseln sich ab mit sechswöchigen Übungspraktika, die verschiedene Schwerpunkte haben. Das dritte Ausbildungsjahr schließt ab mit einem halbjährigen Berufspraktikum.
Auch während der Schulphasen haben Sie Gelegenheit, in verschiedenen Bereichen wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln und erste berufliche Kontakte aufzubauen.
Unser Unterricht ist praxisbezogen. Wir arbeiten fächerübergreifend an Lernsituationen auf der Basis der Lernfelddidaktik.
Nach der Ausbildung können Sie in den verschiedenen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe, speziell aber durch das religionspädagogische Profil der Ausbildung in evangelischen/diakonischen Kindertagesstätten, Behindertenheimen bzw. weiteren Feldern der ev. Kinder- und Jugendarbeit tätig werden.
Wichtig ist uns, Ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, Ihre Ausbildung selbst durch folgende Wahlfächer mit zu gestalten:
„Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit“
„Integrationspädagogik"
„Basale Bildung und Primare Bildung"
„Hilfen zur Erziehung“
Die StudentInnen entwickeln Schlüsselqualifikationen, die im Thüringer Lehrplan benannt sind:
- die Fähigkeit zur Emotionalität, Authentizität und Empathie,
- die Fähigkeit zum Erwerb, Verstehen und zur Umsetzung von sozialwissenschaftlicher Theorie in die Praxis und die Fähigkeit zur Reflexion,
- die Fähigkeit zu methodisch klarem, innovativem Handeln,
- die Fähigkeit zur Kommunikation sowie zur Teamarbeit,
- die Fähigkeit zur gesellschaftlichen Einordnung sozialpädagogischen Handelns sowie
- Leitungs- und Managementfähigkeiten.
(Thüringer Lehrplan Fachschule, Bildungsgang Sozialpädagogik, Erprobungsfassung 2007, S. 2)
Voraussetzungen für die Aufnahme:
- ein Realschulabschluss oder gleichwertiger Schulabschluss
- eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem sozialen Beruf
- den Nachweis der Eignung durch einen bestandenen Eingangstest
In Ausnahmefällen ist es auch möglich, mit einer artfremden abgeschlossenen Berufsausbildung zur Ausbildung zugelassen zu werden. Dafür muss ein entsprechender Antrag beim Kultusministerium gestellt, sowie ein in der Regel mindestens 9-monatiges Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung nachgewiesen werden.
Ergänzend zum Berufsabschluss als "Staatlich anerkannter Erzieher" können Sie die Fachhochschulreife erwerben (zusätzliche schriftliche Abschlussprüfung im Fach Deutsch). Damit haben Sie sich auch die Voraussetzungen für ein weiterführendes Fachhochschulstudium geschaffen.
