Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher
"Ich will Menschen bilden, die mit ihren Füßen in Gottes Erde, in die Natur eingewurzelt stehen, deren Haupt bis in den Himmel ragt, und in dem selben schauend liest, deren Herz beides, Erde und Himmel, das gestaltenreiche Leben der Erde und Natur und die Klarheit und den Frieden des Himmels, Gottes Erde und Gottes Himmel eint."
(Friedrich Fröbel, 1806)
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Kosten und Förderung
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9. Vorlesetag
Am 9. Bundesweiten Vorlesetag (16.11.2012) traten die beiden Kurse E1a und E1b als Vorlesepaten für die SchülerInnen der evangelischen Grundschule auf. In kleinen Gruppen hatten die SchülerInnen mit mir und auch in selbstständiger Arbeit über mehrere Wochen hinweg insgesamt 16 Kinderbücher vorbereitet. Es wurden mit kreativem Einsatz ansprechende Plakate zur Einwahl für die Kinder gestaltet, es wurden ausgefeilte Planungen zur dem Buch und der Zielgruppe entsprechenden Gestaltung der Vorlesesituation geschrieben, die eigene Vorlesetechnik wurde immer wieder erprobt, Materialien zur Raumgestaltung wurden beschafft. Am 16.11. gelang es den E1-SchülerInnen in den zur Verfügung stehenden 45 Minuten, die Kinder für die vorgelesenen Bücher so zu begeistern, dass nun die meisten Bücher bereits von der grundschule angeschafft wurden und die Kinder begeistert selbst darin lesen. Auch auf den Weihnachts-Wunschzetteln stehen etliche Titel, wie die Schulleiterin erzählte. Die künftigen ErzieherInnen reflektierten die Erfahrung sehr positiv und wünschen sich weitere Vorleseprojekte mit Kitas oder Grundschulen im Ausbildungsverlauf. Die Grundschulkinder bedankten sich am Montag (17.12.) mit einem wunderbaren kleinen Weihnachtsprogramm: Lieder, Instrumentalstücke, Geschichten und Gedichte wurden zur großen Freude der E1a und E1b vorgetragen.
Besuch aus Finnland
Vom 26.11. bis zum 7.12. waren erneut 6 angehende ErzieherInnen vom Diakonischen Institut aus Lahti (Finnland) bei uns zu Gast, begleitet von 2 ihrer Dozentinnen. Hier bei uns stand Frau B. immer wieder besonders sprachlich begleitend der Gruppe zur Seite. Die gesamte Gruppe wohnte wieder in in der Jugendherberge im Mariental. Sie konnten dank der Kooperationsbereitschaft von drei Einrichtungen täglich ein Praktikum machen: Zwei Praktikantinnen arbeiteten in der Villa Kunterbunt in der Hofferbertaue, eine Praktikantin arbeitete im Haus der kleinen Freunde in der Breitscheidstraße, zwei Praktikantinnen und ein Praktikant arbeiteten im Kindergarten "Dreiklang" in Eisenach-Nord. Die Dozentinnen hatten die Möglichkeit, die SchülerInnen im Praktikum zu besuchen und zu begleiten, und zusätzlich ermöglichte Frau G. von der Kinderkrippe im Mariental einen sehr informativen Vormittag mit umfangreichen Erläuterungen zu ihrer modellhaften Einrichtung. Natürlich gab es auch ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm, u.a. mit einem Besuch auf der Wartburg, dem Besuch eines Handballspiels in der Aßmann-Halle, bei dem die Finnen spontan zu 110%igen ThSV-Fans mutierten, und einem von Frau A. gestalteten gemeinsamen Kochabend in der Hildegard von Bingen-Lehrküche, zu dem auch die Mentorinnen eingeladen waren. Hokkaido-Kürbisse müssen nun unbedingt auch in Finnland angebaut werden, so die einhellige Meinung! Bei diesem Besuch aus Finnland war besonders interessant, dass erstmalig 4 von den 6 SchülerInnen Quereinsteigerinnen durchaus älterer Semester waren. Die älteste Teilnehmerin war knapp 60 Jahre alt. Alle waren hochmotiviert und interiessiert, sprachliche Einschränkungen (mit dem Englisch klappte es bei den beiden jüngeren TN besser) taten der Freude keinen Abbruch. Auch die Einrichtungen waren des Lobes voll über den Besuch aus Finnland. Die beiden Dozentinnen waren besonders begeistert von der Krippe im Mariental - gerade hier nahmen sie unzählige Anregungen (gerade auch was die Ausstattung betrifft) mit nach Finnland. Schön war auch, dass wie bei jedem Besuch aus Finnland unsere Schülerinnen (mittlerweile in der E3), die noch im Rahmen des LEONARDO-Projekts einige Wochen in Lahti verbringen konnten, aus eigenem Interesse auch für die Freizeitbegleitung zur Verfügung standen und viele gemeinsame Unternehmungen stattfanden, speziell mit den beiden jüngeren TN.
Projekte
Am 28.03.2011 fand ein Projekt unter dem Titel „DEINEWELTVONMORGEN“ statt. Eine kurze Zusammenfassung finden Sie hier.
Kinder haben ein Recht auf den eigenen Ton
Ökumenischer Weltkindertag 2011 in Erfurt .
Eine Erzieherklasse (E2a) und eine Sozialassistentenklasse (11a) war mit musikalischen Angeboten, Bastelangeboten, Bewegungsangeboten und gastronomischer Unterstützung am diesjährigen ökumenischen Weltkindertag am 20.09. in Erfurt auf dem Bahnhofsvorplatz beteiligt.
Bereits zum dritten Mal waren auch SchülerInnen des DBI bei der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung intensiv beteiligt. Sie hatten eine Vielzahl von Aktivitäten vorbereitet für die über 1000 Kinder aus evangelischen und katholischen Kitas, die mit ihren Erzieherinnen aus ganz Thüringen angereist waren. So gab es eine „Schrott-Band“, hier konnten die Kinder lautstark mit abgelegten Dingen des Alltags musizieren, es wurden Rasseln und Regenmacher gebastelt, Geräuschmemories forderten die Kinder heraus, auch musikalische Bewegungsspiele fehlten nicht. Und die Sozialassistenten konnten auch bei der Versorgung der Kinder mit Getränken und mit Mittagessen zeigen, was sie im hauswirtschaftlichen Bereich bereits erlernt haben.
Mit viel Freude, Geduld und Zuwendung verbrachten die angehenden ErzieherInnen und SozialassistentInnen einen sonnigen, unvergesslichen Tag miteinander, der durch eine Andacht umrahmt durch mitreißende Musik eröffnet und beschlossen wurde.
Achte Pilotprojekt-Weiterbildung
Insgesamt 25 Teilnehmer/innen des Diakonisches Bildungsinstituts Johannes Falk sowie des Kindergartens „Villa Kunterbunt" in Eisenach besuchten die achte Weiterbildungsveranstaltung der Sarah Wiener Stiftung (SWS) im Rahmen eines bundesweiten Pilotprojekts mit Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Ziel des Pilotprojekts ist es, das Kochkurskonzept der Sarah Wiener Stiftung langfristig in die Ausbildung von Erzieher/innen an Fachschulen zu implementieren.
SWS-Projektleiter Frank Rothe stellte am 8. und 9. Juni 2011 den interessierten Teilnehmer/innen das Konzept und die Inhalte des nachhaltigen Sarah Wiener Kochkursprogramms ausführlich vor, wobei der Schwerpunkt auf der Praxis lag und leckere Gerichte zubereitet wurden.
Wir danken unseren Partnern für die Unterstützung bei diesem Vorhaben!
Doku-Film zum Pilotprojekt
Finnische Erzieherinnen zu Gast in Eisenach
Vom 21.11. bis zum 02.12.2011 waren auf Einladung des Diakonischen Bildungsinstituts Johannes Falk gem. GmbH sechs angehende Erzieherinnen aus dem finnischen Lahti zu Gast in Eisenach. Sie lernten in diesem Zeitraum die Arbeit in verschiedenen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung kennen. So arbeiteten zwei von ihnen im Kindergarten „Dreiklang“ am Schleierborn, vier weitere Schülerinnen waren in der ev. Grundschule, die sich mit dem DBI das Gebäude in der Ernst-Thälmann-Str. teilt.
Das Diakonische Institut in Lahti und das Diakonische Bildungsinstitut (DBI) in Eisenach pflegen schon eine langjährige Partnerschaft. Immer wieder finden Austauschbesuche der angehenden Erzieherinnen und auch der Dozenten statt, bei denen das finnische und das deutsche Bildungssystem im Elementar- und Primarbereich in der praktischen Arbeit miteinander verglichen werden. Der letzte Besuch von finnischen Erzieherinnen fand im Frühjahr 2010 statt, unsere Schülerinnen vom DBI waren zuletzt im Frühjahr 2011 in Lahti zu Gast.
Siri, Mira, Satu, Minja, Yasmin und Katja (sie haben ihre Erzieherausbildung schon fast abgeschlossen) wohnten im Neulandhaus und arbeiteten nun täglich mit den Gruppenerzieherinnen und den sehr interessierten Kindern zusammen. Schon am ersten Tag konnten die Kinder auf Finnisch bis Drei zählen und waren neugierig auf mehr. Die Verständigung auch mit den Erzieherinnen gestaltete sich wie immer als kleines sprachliches Abenteuer, denn zwar helfen einige Deutschkenntnisse der finnischen Gäste, auch die englische Sprache hilft (sogar die Kinder halten hier schon mit), aber ohne Hände und Füße geht es nicht. Aber gerade das baut Sprachbarrieren ab!
Natürlich ergaben sich auch bei diesem Besuch wieder eine Vielzahl an Kontakten zu Schülerinnen und Dozenten der Erzieherausbildung am DBI Johannes Falk. Man ging gemeinsam zum Bowling, besuchte Erfurt und Weimar, das ThSV-Spiel am Samstag und im Anschluss das Rambling Stamps-Konzert im Schlachthof - und am Sonntag die Wartburg. Auch die Eisenacher Schule (am DBI befinden sich rund 150 ErzieherInnen in der Ausbildung) wurde besichtigt, und interessante Vergleiche mit dem schulischen Teil der eigenen Ausbildung in Lahti konnten gezogen werden.
MOBIT
Am 25. 01. konnte das DBI Herrn Rühl von MOBIT (Mobile Beratung in Thüringen) begrüßen, einen anerkannten Experten zum Thema Rechtsextremismus. Die Schüler der Ausbildungsgänge Erzieher und Heilerziehungspfleger konnten im Rahmen des Wahlfaches „Kinder- und Jugendarbeit“ mit Herrn Rühl zum Thema „ Zeichen und Symbole der rechtsextremen Szene“ ins Gespräch kommen. Da die zukünftigen Erzieher und Heilerziehungpfleger im Rahmen Ihrer Praktika und späteren Berufstätigkeit als Zielgruppe u.a. Jugendliche und Kinder zu betreuen haben, werden die Schüler für das wichtige Thema des Rechtsextremismus sensibilisiert. Gerade Jugendliche sind für Rechtsextreme eine wichtige Zielgruppe. Jugendlichen wird eine breite Palette an subkulturellen Bezügen geboten, mit denen sie sich identifizieren können und die sie für die rechte Szene ansprechbar machen. Doch wie erkennt man, wer zu Szene der „Rechten“ gehört? Auftreten, Kleidung und Symbolik der extremen Rechten haben sich gewandelt. Den typischen Rechten mit Glatze und Springerstiefel gibt es so nicht mehr. Mit seinem Vortrag gab Herr Rühl interessantes Experten- und Insiderwissen weiter, welches die Schüler über die Vielfalt der verwendeten Symbolik aufzeigte.
Schnell stellte sich die Frage nach der Musikszene im rechtsextremen Milieu, die als ein wichtiges Rekrutierungsmittel der rechtsextremen Szenen verwendet wird. Aus diesem Grund kam Herr Rühl ein zweites Mal am 08.02.11 und weihte die Schüler in die verschiedener Richtungen des RechtsRocks ein, in denen Einflüsse rechtsextremer Ideologien auftreten. Anhand ausgewählter Hörbeispiele wurden Texte analysiert und ihre Umdeutungsfähigkeit nach Rechtsaußen sichtbar gemacht. Es wurde den zukünftigen Erzieher und Heilerziehungspflegern deutlich gemacht wie es Neonazis gelingt, mit dem gezielten Einsatz von Musik als Vermittlungsform junge Menschen zu erreichen und für Ihre Ideologie empfänglich zu machen. Anhand dieses Expertenwissen ist es den Schülern nun möglich, mit einer erhöhten Sensibilität auf das Thema Rechtsextremismus in der Kinder und Jugendarbeit zu reagieren.
EU-Projekt Leonardo da Vinci
Schiller-Projekt 2009
Eine Kooperation des Diakonischen Bildungsinstituts Johannes Falk gGmbH und der Evangelischen Grundschule Eisenach.
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letzte Aktualisierung: 13.12.2011